Blickpunkt Fuenfseenland

STABWECHSEL IM LANDRATSAMT

IM INTERVIEW - STEFAN FREY

ABSCHIED UND NEUANFANG

Der alte und der neue Landrat (Bildmitte)...

Mit einem weinenden, aber auch lachenden Auge übergab Starnbergs Landrat Karl Roth am Donnerstag das Szepter und damit auch die Amtsgeschäfte an seinen Nachfolger Stefan Frey (CSU). Aufgrund der geltenden Abstands- und Hygieneregeln fand die Übergabe im kleinen Kreise statt.

An Frey überreichte Roth nicht nur die Schlüssel für die Kreisbehörte, sondern auch die Kreistagsglocken, ein Glücksklee sowie eine Glückskastanie. Wer in Punkto Glück nicht fehlen durfte, waren Vertreter der Kaminkehrer-Zunft. Sie wünschten dem neuen Kreischef sowie dem scheidenden Roth, der sich künftig mehr noch um seine Enkel kümmern und zudem viel reisen will, Glück, Gesundheit und ganz viel Freude bei den künftigen Aufgaben und Unternehmungen.

Wie berichtet, übernimmt der 44Jährige Stefan Frey - in wenigen Tagen feiert er den 45sten Geburtstag - das Landratsamt in einer für alle schwierigen Zeit. Die Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben nicht nur gravierende Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben, auch in der Kreisbehörde läuft derzeit einiges anders, als es bisher gewohnt war. Krisenmodus ist angesagt und das hat Auswirkungen auf viele Bereiche. Frey wiederum versicherte, gut vorbereitet zu sein. War er doch bisher als Leiter des Referats für innenpolitische Grundsatzfragen im bayerischen Innenministerium und in dieser Eigenschaft unter anderem für die Corona-Krisenkommunikation zuständig. "Für mich ist es jetz wichtig, dass nach der ersten heißen Corona-Phase das Alltagsgeschäft des Landratsamtes wieder in Schwung kommt", betonte Frey. Auch sei ihm daran gelegen, dass der neu gewählte Kreistag seine Strukturen umgehend festsetzt, um schnell voll funktionsfähig zu werden und Entscheidungen treffenzu können.

Landrat Karl Roth gab ihm für den Start einen gleichermaßen freundschaftlichen wie persönlichen Hinweis: „Kümmere Dich um Deine Mitarbeiter, sie sind das Kapital des Hauses. Mit einem konstruktiven Miteinander auf Augenhöhe habe ich die besten Erfahrungen gemacht. Das Miteinander war mir stets wichtig und so hat mir mein Amt die vielen Jahre über auch sehr viel Spaß gemacht." BFS